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Man sieht es oft sofort, wenn ein Sommertyp die falsche Make-up trägt: Das Gesicht wirkt plötzlich härter, blasser oder unruhiger, während die Haut gerade von Sanftheit profitiert. Genau deshalb sind gute Make-up-Tipps für den Sommertyp kein Detail, sondern der Unterschied zwischen Make-up, das auf dem Gesicht liegt, und Make-up, das mit der Haut zusammenarbeitet.
Ein Sommertyp hat meist einen kühlen bis neutral-kühlen Unterton, mit einem Erscheinungsbild, das eher weich als kontrastreich ist. Denken Sie an Hauttöne, die rosig, beige-kühl oder leicht olivfarben sein können, kombiniert mit aschblonden, dunkelblonden oder hellbraunen Haaren. Auch die Augen sind oft zurückhaltend in der Farbe: grau-blau, blau-grün, grau oder kühles Braun.
Das bedeutet nicht, dass jeder Sommertyp gleich aussieht. Es gibt helle Sommer, weiche Sommer und kühlere Sommer. Doch die Gemeinsamkeit ist fast immer dieselbe: Zu warmes, zu grelles oder zu dunkles Make-up lenkt schnell ab. Das Gesicht wirkt dann weniger frisch, Poren scheinen sichtbarer und Rötungen können stärker hervortreten.
Für viele Menschen mit empfindlicher oder reaktiver Haut ist das besonders relevant. Wenn Farbe und Textur nicht im Gleichgewicht sind, wirkt Make-up schneller schwer. Eine leichte, hautfreundliche Formel in der richtigen Nuance macht oft mehr aus als eine dickere Schicht Produkt.
Die Basis profitiert bei einem Sommertyp selten davon, Wärme hinzuzufügen, um „mehr Leben“ zu schaffen. Das klingt logisch, funktioniert in der Praxis aber oft kontraproduktiv. Eine zu gelbe Foundation kann die Haut stumpf wirken lassen, während ein zu pfirsichfarbener Concealer Unruhe um die Augen oder Nase erzeugt.
Wähle bevorzugt Foundation-Töne mit einem neutralen oder kühlen Unterton. Das Ziel ist nicht, wärmer zu wirken, sondern deinen Teint ebenmäßig und harmonisch erscheinen zu lassen. Bei Rötungen sorgt eine hautfreundliche, aufbaubare Deckkraft oft für ein schöneres Ergebnis als eine schwere, stark deckende Schicht. So bleibt die natürliche Frische deiner Haut erhalten und ein Maskeneffekt wird vermieden.
Auch das Finish spielt eine wichtige Rolle. Eine extrem matte Basis kann einen Sommertyp schnell flach wirken lassen, besonders wenn die Haut trocken oder empfindlich ist. Ein sehr glänzendes Finish wiederum betont häufig Hautstruktur und Poren. Ein satiniertes oder natürliches Finish ist deshalb meist die beste Wahl. Es verleiht dem Teint Frische und Ausstrahlung, ohne ihn fahl wirken zu lassen.
Concealer darf eine Nuance heller sein, aber nicht zu hell. Bei kühlen Typen fällt eine zu blasse Unter-Augen-Partie schneller auf, als man möchte. Arbeite lieber in dünnen Schichten und pudere deine Haut nur leicht ab, wenn sie es wirklich braucht.
Wenn es ein Produkt gibt, das einen Sommertyp sofort zum Strahlen bringt, dann ist es Rouge. Während Bronzer schnell zu warm oder zu orange wirken kann, verleiht Rouge genau die gesunde, sanfte Frische, auf die dieser Farbtyp stark anspricht.
Die schönsten Blush-Farben liegen meist im Bereich von kühlem Rosa, Altrosa, sanftem Beerenrot, rosigem Mauve und gedämpftem Himbeerrot. Korall, Terrakotta oder warme Pfirsichtöne können das Gesicht dagegen schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Hast du von Natur aus viele Rötungen in der Haut, erscheint es vielleicht sinnvoll, ganz auf Blush zu verzichten. Doch ein Blush im richtigen kühlen Farbton bewirkt oft genau das Gegenteil: Er verleiht dem Teint mehr Harmonie und Frische, wodurch diffuse Rötungen weniger auffallen.
Bronzer kann ebenfalls wunderschön wirken – allerdings dezent eingesetzt. Wähle dafür einen kühlen, weichen Bronzer ohne orangenen Unterton. Betrachte ihn nicht als Produkt zum „Bräunen“, sondern als Möglichkeit, Schläfen, Wangenknochen und Kieferlinie sanft mehr Kontur und Dimension zu verleihen.
Beim Augen-Make-up gilt dieselbe Regel: Sanftheit wirkt fast immer schöner als harter Kontrast. Tiefschwarz kann bei vielen Sommertypen – besonders tagsüber – schnell zu streng erscheinen. Dunkelgrau, Taupe, kühles Braun, Mauve, Greige und sanftes Anthrazit verleihen den Augen meist mehr Definition, ohne die natürliche Harmonie zu stören.
Das bedeutet jedoch nicht, dass du dich auf klassische Nude-Töne beschränken musst. Gerade der Sommertyp kommt mit zarten, kühlen Farben besonders gut zur Geltung. Denke an Smoky Rose, Lavendel, Pflaume, Blaugrau oder Salbei mit kühlem Unterton. Das Ergebnis wirkt modern, elegant und ausdrucksstark, ohne das Auge zu schwer erscheinen zu lassen.
Schimmer ist dabei durchaus willkommen – solange er fein und dezent bleibt. Große Glitzerpartikel können die Augenlider schnell unruhig wirken lassen und die sanfte Ausstrahlung des Sommertyps stören. Ein satinierter Schimmer auf dem beweglichen Lid oder ein dezenter Lichtakzent im inneren Augenwinkel wirkt meist deutlich harmonischer als ein auffälliges Metallic-Finish.
Viele Sommertypen wirken mit dunkelbraunem, graphitfarbenem oder grauschwarzem Eyeliner frischer als mit tiefschwarzem. Die Augen bleiben klar definiert, während der gesamte Look weicher und harmonischer wirkt. Das ist besonders vorteilhaft, wenn du helle Augen, feine Gesichtszüge oder eine empfindliche Augenpartie hast.
Für Mascara gilt dasselbe Prinzip. Tiefschwarz kann gut funktionieren, wenn dein Gesicht von Natur aus mehr Kontrast hat. Im Alltag wirken jedoch weicheres Schwarz, Anthrazit oder kühles Braun häufig natürlicher und eleganter. Gerade bei einer minimalistischen Make-up-Routine kann diese kleine Farbwahl einen überraschend großen Unterschied machen.
Die schönsten Lippenfarben für den Sommertyp sind jene, die die natürliche Lippenfarbe unterstreichen, anstatt sie zu überdecken. Besonders harmonisch wirken Töne wie Rosé-Nude, Mauve, Altrosa, kühles Beerenrot, sanftes Pflaume oder rosiges Braun. Diese Farben verleihen dem Gesicht sofort mehr Frische und Ausgewogenheit.
Ein häufiger Fehler ist die Wahl eines warmen Nude-Tons. Beige mit gelbem oder orangem Unterton kann den Sommertyp schnell müde oder fahl wirken lassen. Auch kräftiges Orange-Rot passt selten optimal, selbst wenn die Farbe an sich wunderschön ist. Möchtest du einen roten Lippenstift tragen, greife lieber zu einem kühlen Rot mit rosigem oder beerigem Unterton.
Auch die Textur spielt eine wichtige Rolle. Ein extrem mattes Lippenprodukt kann feine Linien betonen und den gesamten Look schwerer erscheinen lassen. Ein cremiges oder sanft satiniertes Finish harmoniert meist besser mit der frischen und weichen Ausstrahlung des Sommertyps. Sind deine Lippen zudem trocken oder empfindlich, ist ein angenehmer Tragekomfort keine Nebensache, sondern die Grundlage für ein schönes Ergebnis.
Der häufigste Fehler besteht darin, dem Gesicht zu viele warme Töne hinzuzufügen. Das passiert oft durch die Kombination aus Foundation, Bronzer und Lippenfarbe. Die Absicht ist zwar, den Teint lebendiger wirken zu lassen, doch stattdessen geht die natürliche Frische und Klarheit des Sommertyps häufig verloren.
Ein weiterer Fehler ist zu viel Kontrast. Schwarzer Eyeliner, sehr dunkle Augenbrauen, warmer Bronzer und kräftige Lippenfarben können für sich genommen schön aussehen, wirken in Kombination bei einem Sommertyp jedoch schnell zu hart. Besonders bei Haut mit Rötungen, Trockenheit oder sichtbarer Textur entsteht dadurch ein unruhiges Gesamtbild.
Auch die Wahl der Augenbrauenfarbe spielt eine wichtige Rolle. Ein zu warmer oder zu dunkler Farbton kann die Harmonie des Gesichts stören. Greife stattdessen lieber zu Aschblond, Taupe oder einem kühlen Braunton, der deine natürliche Haarfarbe unterstreicht, ohne die Brauen zu dominant wirken zu lassen.
Wenn du deinen Farbtyp gerade erst entdeckst, musst du nicht sofort deine gesamte Make-up-Sammlung austauschen. Am sinnvollsten ist es, zunächst drei Produkte sorgfältig auszuwählen: deine Foundation, deinen Blush und deine Lippenfarbe. Mit diesen Produkten erzielst du meist den größten sichtbaren Unterschied. Stimmen diese drei in einer kühlen und sanften Farbrichtung, wirkt dein Gesicht sofort harmonischer und frischer.
Ergänze deine Routine anschließend mit einem Lidschatten in Taupe oder Mauve und einer weicheren Eyelinerfarbe, als du sie bisher gewohnt bist. Teste dein Make-up dabei immer bei Tageslicht. Innenbeleuchtung lässt warme Farbtöne oft schmeichelhafter erscheinen, als sie im natürlichen Licht tatsächlich wirken.
Hast du empfindliche Haut, solltest du neben der Farbe auch auf die Formulierung achten. Die schönste Nuance bringt wenig, wenn sich die Haut spannt, an den falschen Stellen glänzt oder gereizt reagiert. Mineralisches Make-up kann hier eine besonders angenehme Wahl sein, da es sich meist leicht auftragen und individuell aufbauen lässt. Das passt hervorragend zum Sommertyp: Du unterstreichst deine natürliche Ausstrahlung, anstatt sie zu überdecken
Bei Mineralissima erleben wir häufig, dass Kundinnen und Kunden mit dem Sommertyp deutlich mehr Sicherheit gewinnen, sobald sie ihren Unterton und die sanfte Farbwirkung berücksichtigen. Dann wird Make-up nicht komplizierter, sondern einfacher: weniger Zweifel, weniger Fehlkäufe und mehr Produkte, zu denen du jeden Morgen gerne greifst.
Als Faustregel gilt: Wähle gedämpfte, kühle Farbtöne in heller bis mittlerer Intensität. Besonders harmonisch wirken häufig Altrosa, Mauve, Taupe, kühles Beige, Graubraun, Smoky Plum und sanfte Beerentöne. Schwieriger sind dagegen oft Orange, warmes Korall, gelbliches Beige, Kupfer, Terrakotta und tiefes Schwarz mit warmem Charakter.
Dennoch gibt es innerhalb des Sommertyps feine Unterschiede. Ein heller Sommertyp wirkt meist besonders schön mit zarten, luftigen Nuancen, während ein kühler Sommertyp auch etwas tiefere Farben wie Pflaume oder Graublau tragen kann. Hast du von Natur aus mehr Kontrast in Haaren und Augen, darf dein Make-up durchaus etwas intensiver sein – solange der Unterton kühl bleibt.
Das beste Make-up für einen Sommertyp fühlt sich deshalb nie wie eine Verkleidung an. Deine Haut wirkt ebenmäßiger, deine Augen strahlender und dein gesamtes Erscheinungsbild harmonischer. Genau darum geht es bei der richtigen Farbauswahl: nicht darum, mehr Make-up zu tragen, sondern Make-up zu wählen, das wie selbstverständlich zu dir passt. Hast du diesen Effekt einmal im Spiegel gesehen, wird die Auswahl passender Farben plötzlich deutlich einfacher.