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Du kennst den Moment: Du schaust in den Spiegel und deine Wangen sind wieder deutlicher rot als erhofft. Vielleicht ist es Rosazea, vielleicht eine empfindliche Haut, die schnell auf Wetter, Stress oder Hautpflege reagiert. Und dann kommt die Frage, die alles bestimmt: Welche Foundation bei Rötungen bietet Deckkraft, ohne dass sich deine Haut gespannt, fleckig oder noch gereizter anfühlt?
Die ehrliche Antwort: Es hängt von der Ursache deiner Rötungen ab, wie empfindlich deine Haut ist und welchen Effekt du möchtest. Manche Foundations kaschieren Rötungen wunderbar, fühlen sich aber schwer an oder verschließen die Haut. Andere sind superweich, erfordern aber eine clevere Herangehensweise mit Farbkorrektur und Schichten. Im Folgenden führen wir dich Schritt für Schritt durch die richtige Wahl, inklusive der Fallstricke, die Rötungen oft erst sichtbar machen.
Eine geeignete Foundation bei Rötungen hat meist drei Eigenschaften. Erstens: aufbaubare Deckkraft. Du möchtest mit einer dünnen Schicht starten und nur dort nachlegen, wo es nötig ist. Zweitens: ein natürliches Finish. Zu matt kann Trockenheit und Schüppchen betonen, zu glänzend kann Rötungen optisch hervorheben. Drittens: eine Formel, die bei empfindlicher oder reaktiver Haut angenehm bleibt. Wenn deine Haut schnell prickelt oder warm wird, kann eine „starke“ Foundation mit viel Duft oder aggressiven Inhaltsstoffen genau das Gegenteil bewirken.
Mit mittlerer, aufbaubarer Deckkraft kannst du das Gesicht ebenmäßiger machen, ohne dass es aussieht, als wäre deine Haut „bedeckt“. Das Ergebnis wirkt ruhiger, und genau das möchtest du, wenn du Rötungen mildern willst.
Soft-Matte funktioniert auch gut, wenn Rötungen mit Glanz oder Wärme einhergehen. Achte dann jedoch darauf, dass deine vorbereitende Hautpflege ausreichend nährend ist, damit die Foundation nicht auf trockenen Stellen „haftet“.
Rötungen neutralisieren Sie mit dem richtigen Unterton. Grün ist die Komplementärfarbe zu Rot, aber das bedeutet nicht, dass Sie einen grünen Schleier über Ihr ganzes Gesicht legen wollen. Das Ziel ist subtil: Rot abschwächen, nicht den Hautton verändern.
Wichtig: wenig verwenden. Zu viel Grün wirkt grau oder fahlgelb, wenn Sie Foundation darüber auftragen. Ein dünner Film reicht aus, um die „Intensität“ des Rots zu mildern.
Testen Sie Ihre Farbe am Kieferknochen und schauen Sie auf Ihren Hals. Ihre Foundation sollte Ihrem Hautton folgen, nicht Ihrer Rötung. Rötung ist ein Zustand, kein Unterton.
Puder kann trockener wirken, wenn Ihre Haut schuppt oder wenn Sie zu viel Produkt verwenden. Der Trick ist dann, weniger zu nehmen, länger mit einem weichen Pinsel einzuarbeiten und eventuell zuerst eine pflegende, nicht fettende Basis zu verwenden.
Die Falle: Liquids enthalten häufiger Inhaltsstoffe, die bei einer hypersensiblen Haut brennen können, und manche verleihen einen Glow, der die Rötung betont. Wähle deshalb eine Formel, die als mild bekannt ist, und entscheide dich für ein natürliches Finish statt ultra-dewy.
Beginne mit einer ruhigen Basis: einer milden Feuchtigkeitscreme, die gut einzieht. Wenn du Primer verwendest, wähle eine beruhigende oder farbkorrigierende Variante und trage sie tupfend auf.
Arbeite danach in Schichten. Trage Foundation von der Gesichtsmitte aus auf und arbeite nach außen hin. Auf den am stärksten geröteten Zonen tupfst du zusätzlich Produkt auf, anstatt zu wischen. Das klingt klein, verhindert aber, dass du die Rötung „losmachst“ und die Foundation verrutscht.
Ein Pinsel sorgt oft für die kontrollierteste Deckkraft bei Rötungen, weil du das Produkt polieren kannst, ohne zu stark zu drücken. Ein Schwamm wirkt schön für einen weicheren, natürlichen Effekt, aber verwende dann eine tupfende Technik und achte darauf, dass der Schwamm nicht zu nass ist.
Verwende nicht automatisch überall viel Puder. Zu viel Fixierung kann die Haut stumpf machen und die Textur betonen, wodurch du am Ende wieder mehr Produkt aufträgst. Und genau diesen Effekt möchtest du vermeiden.
Wenn du vor allem diffuse Rötungen auf den Wangen und der Nase hast, ist eine Kombination aus einer dezenten grünen Korrektur auf den roten Zonen und einer aufbaubaren Foundation meist am natürlichsten. So bekommst du Ruhe, ohne dass das Gesicht flach wirkt.
Bei Rötungen mit sichtbaren Pusteln oder Unreinheiten ist eine Foundation mit einer sanften, ausgleichenden Deckkraft angenehm, ergänzt durch Concealer an bestimmten Stellen. Nur Concealer überall zu „wegstippen“ führt oft zu punktuellen Flecken, die gerade auffallen.
Ist deine Haut trocken und rot, wähle Komfort: eine feuchtigkeitsspendende Basis, eine Foundation, die nicht zu pudrig wirkt, und so wenig matte Schichten wie möglich. Du kannst immer noch sehr gezielt in der T-Zone fixieren.
Hast du eine Mischhaut, bei der Rötungen und Glanz zusammenkommen, funktioniert ein soft-mattes Finish oft gut. Trage dünn auf, fixiere gezielt und nimm ein kompaktes Produkt für dezente Auffrischungen mit.
Wähle zuerst deine gewünschte Deckkraft und Finish, erst danach den Farbton. Bestimme anschließend deinen Unterton anhand von Hals und Kieferlinie, nicht anhand deiner roten Wangen. Und wenn du zwischen zwei Tönen schwankst, ist etwas heller oft verzeihender bei Rötungen als zu dunkel.
Wenn du merkst, dass du oft falsch wählst, hilft es, Farbberatung zu fragen oder mit einem Testset zu starten. Bei Mineralissima kannst du zudem Musteroptionen nutzen und zusätzliche Sicherheit wie eine Geld-zurück-Garantie erhalten, was gerade bei empfindlicher Haut viel Ruhe gibt.
Das bedeutet nicht, dass du sofort alles streichen musst. Es bedeutet aber: Mach es einfacher, wenn deine Haut unruhig ist, gib den Produkten Zeit und teste neue Dinge in Ruhe. Eine Foundation, die perfekt funktioniert, bleibt nur perfekt, wenn sich deine Haut wohlfühlt.
Abschließend: Die beste Foundation bei Rötungen ist die, die deine Haut beruhigt und dir erlaubt, dich den ganzen Tag frei zu bewegen. Wenn du sie morgens aufträgst und danach nicht mehr überprüfen musst, ob deine Wangen „durchscheinen“, hast du die richtige Wahl getroffen. Gönn dir diesen Komfort.