Man sieht einen Concealer in der Verpackung und denkt: Das ist genau der Richtige. Zu Hause stellt sich dann plötzlich heraus, dass er zu hell, zu rosastichig oder auf der Haut deutlich sichtbar ist. Genau deshalb ist die Frage, wie man die richtige Concealer-Farbe auswählt, so wichtig. Der richtige Farbton lässt die Haut ruhiger, ebenmäßiger und frischer wirken. Ein falscher Farbton erzielt oft das Gegenteil – selbst wenn die Formel an sich sehr gut ist.
Die Wahl des Concealers dreht sich nicht nur um hell oder dunkel. Auch der Unterton, die Deckkraft, der Hautzustand und der Bereich, in dem man ihn verwendet, spielen eine Rolle. Besonders bei einer empfindlichen Haut möchte man nicht endlos Schichten auftragen, um einen Farbfehler zu korrigieren. Mit der richtigen Farbe benötigt man weniger Produkt und das Ergebnis wirkt natürlicher.
Wie wählt man die richtige Concealerfarbe pro Zone?
Der größte Fehler besteht darin, von einem Concealer zu erwarten, dass er für alles geeignet ist. Unter den Augen wünscht man sich meist einen anderen Effekt als bei einem Pickel oder rund um die Nase. Deshalb ist es oft sinnvoll, nicht nach einer universellen Farbe zu suchen, sondern für jede Gesichtspartie den passenden Farbton zu wählen.
Bei dunklen Augenringen wirkt ein Concealer meist am schönsten, wenn er etwas heller ist als deine Foundation oder dein natürlicher Hautton. Ein deutlich hellerer Concealer klingt zwar verlockend, weil man denkt, dass er den Blick frischer wirken lässt, in der Praxis betont er jedoch oft die Vertiefung unter den Augen. Dadurch kann der Bereich gräulich oder auffallend blass wirken. Eine dezente Aufhellung sorgt fast immer für ein natürlicheres und schöneres Ergebnis.
Bei Rötungen rund um die Nase, das Kinn oder die Wangen gilt genau das Gegenteil. Dort möchte man meist einen Concealer, der so nah wie möglich an deinem eigenen Hautton oder deiner Foundation liegt. Zu hell macht Rötungen eher sichtbarer als weniger sichtbar. Bei Unreinheiten ist eine genaue Übereinstimmung am wichtigsten, da ein Pickel besonders auffällt, sobald die Stelle heller wird als die umgebende Haut.
Schau zuerst auf deinen Unterton
Viele Menschen achten nur auf die Helligkeit – hell, mittel oder dunkel – und vergessen dabei den Unterton. Genau hier liegt jedoch oft der Fehler. Ob du einen warmen, kühlen oder neutralen Unterton hast, entscheidet darüber, ob ein Concealer mit deiner Haut verschmilzt oder sichtbar auf ihr liegt.
Ein warmer Unterton hat oft eine gelbliche, goldene oder olivfarbene Basis. Ein kühler Unterton weist eher rosa, rötliche oder bläuliche Nuancen auf. Ein neutraler Unterton liegt zwischen beiden. Unter den Augen kann ein Concealer mit einem leicht pfirsichfarbenen oder gelblichen Unterton helfen, bläuliche oder violette Schatten optisch auszugleichen. Bei Rötungen wirkt ein zu rosastichiger Concealer meist weniger vorteilhaft, da er die Rötung eher noch betonen kann.
Wenn du zwischen zwei Untertönen schwankst, entscheide dich lieber für den Farbton, der besser zu deiner Foundation passt, als für den, der der Verfärbung ähnelt, die du kaschieren möchtest. Das mag zunächst widersprüchlich klingen, doch letztendlich sollte ein Concealer mit deiner Haut verschmelzen und nicht als sichtbare Korrekturschicht erkennbar sein.
Dunkle Ringe erfordern einen anderen Ansatz
Dunkle Augenringe sind nicht immer tatsächlich dunkelbraun. Häufig wirken sie eher bläulich, violett oder gräulich. Deshalb brauchst du nicht automatisch einen deutlich helleren Concealer, sondern vielmehr einen Farbton, der die Verfärbung optisch neutralisiert. Bei hellen bis mittleren Hauttönen wirkt ein Concealer mit einem sanften Pfirsich- oder Lachston oft besonders harmonisch. Bei mittleren bis dunkleren Hauttönen darf die korrigierende Nuance gerne etwas wärmer oder leicht orangefarben sein.
Hast du vor allem Schatten durch eine tiefere Tränentasche, löst nur ein heller Concealer das Problem nicht. Dann hilft es, sehr gezielt zu arbeiten: eine dünne Schicht auf der dunkelsten Zone, nicht über das ganze Gebiet. So bleibt die Haut frisch, ohne dass das Produkt in Linien sitzt.
Rötungen und Pickel erfordern Präzision
Bei Rötungen, geplatzten Äderchen oder aktiven Unreinheiten geht es nicht darum, die Haut aufzuhellen, sondern für einen ruhigeren und ebenmäßigeren Teint zu sorgen. Wähle deshalb einen Concealer, dessen Farbton deiner Foundation möglichst nahekommt. Ein gelblicher oder neutraler Unterton wirkt hier oft harmonischer als eine rosastichige Variante.
Auch die Textur spielt eine wichtige Rolle. Auf trockenen Hautstellen oder schuppigen Unreinheiten wird ein deckender, matter Concealer schneller sichtbar. In diesem Fall ist weniger Produkt oft die bessere Wahl. Arbeite in dünnen Schichten und drücke den Concealer sanft in die Haut ein, anstatt ihn zu verstreichen.
Concealer immer im Tageslicht testen
Geschäftsbeleuchtung, Badezimmerlicht und Handykameras können die Farbwahrnehmung erheblich verfälschen. Teste einen Concealer deshalb am besten entlang des Kieferknochens oder direkt an der Stelle, an der du ihn tatsächlich verwenden möchtest, und beurteile das Ergebnis anschließend bei Tageslicht. Ein Test auf dem Handrücken liefert nur selten ein verlässliches Ergebnis, da der Hautton deiner Hand oft nicht mit dem deines Gesichts übereinstimmt.
Bestellst du online, hilft es, zuerst auf deinen aktuellen Foundation-Match zu schauen. Von dort aus kannst du gezielt wählen: einen Ton heller für unter die Augen, denselben Ton für Rötungen und Unebenheiten. Im Zweifel ist ein Testset oder eine persönliche Farbberatung kein Luxus, sondern der schnellste Weg zu einem Kauf ohne Zweifel.
Wie wählt man die richtige Concealerfarbe, wenn sich die Foundation ändert?
Die Farbe deines Concealers sollte immer zu deinen anderen Teintprodukten passen. Trägst du im Sommer eine dunklere Foundation und im Winter eine hellere, ist es ganz logisch, dass auch dein Concealer entsprechend angepasst werden sollte. Das gilt besonders für Concealer, den du auf Pickeln, rund um die Nase oder auf Pigmentflecken verwendest.
Für die Augenpartie kannst du oft länger denselben Farbton verwenden, solange der Unterschied zur Foundation nur gering ist. Doch auch hier gilt: Wird deine Foundation deutlich wärmer oder dunkler, kann ein heller Concealer, der bisher gut funktioniert hat, plötzlich unnatürlich wirken. Deshalb kommen viele Menschen das ganze Jahr über mit zwei Concealern am besten zurecht: einem zum Aufhellen und einem zum gezielten Kaschieren.
Berücksichtige deinen Hautzustand
Empfindliche, trockene oder reaktive Haut hat andere Bedürfnisse als fettigere Haut. Auf trockener Haut kann ein zu matter Concealer schnell trocken oder spannungsreich wirken. Bei fettiger Haut möchte man hingegen verhindern, dass ein cremiger Concealer verrutscht. Die richtige Farbe ist wichtig, doch erst das passende Finish sorgt für ein wirklich perfektes Ergebnis.
Bei Rötungen oder Akne ist die Versuchung groß, mehr Deckkraft zu wählen als nötig. Doch eine mittlere Deckkraft, die schön verschmilzt, wirkt oft natürlicher als ein voll deckendes Produkt in der falschen Farbe. Besonders bei Haut mit Struktur ist das eine wichtige Abwägung.
Häufige Fehler bei der Wahl des Concealers
Der häufigste Fehler ist, einen zu hellen Concealer zu wählen. Das passiert vor allem unter den Augen, weil sich viele Menschen einen frischen und wachen Blick wünschen. In Wirklichkeit betont ein zu heller Farbton jedoch Tränensäcke, Trockenheitsfältchen und Unebenheiten der Hautstruktur.
Ein weiterer Fehler ist die Verwendung eines rosastichigen Concealers bei Rötungen. Rosa kann bei einem kühlen Hautunterton durchaus schön wirken, auf geröteten Hautpartien sorgt jedoch ein neutraler oder leicht gelblicher Farbton meist für ein harmonischeres Ergebnis. Außerdem wird oft zu viel Produkt aufgetragen – in der Hoffnung auf eine höhere Deckkraft. Das führt jedoch häufig dazu, dass der Concealer stärker sichtbar wird.
Ein letzter Fehler besteht darin, sich blind auf den Namen eines Farbtons zu verlassen. Bezeichnungen wie *Light*, *Vanilla* oder *Beige* sagen ohne weiteren Kontext nur wenig aus. Achte deshalb immer auf die Helligkeit und den Unterton und überlege, ob du den Concealer zum Aufhellen oder zum gezielten Kaschieren verwenden möchtest.
Eine einfache Methode, den richtigen Ton zu wählen
Wenn du schnell herausfinden möchtest, welcher Concealer zu dir passt, solltest du zunächst überlegen, welches Ergebnis du erzielen möchtest. Möchtest du dunkle Augenringe weniger sichtbar machen, wähle einen Concealer, der etwa eine halbe bis eine Nuance heller ist als deine Foundation und einen Unterton hat, der die Verfärbungen optisch neutralisiert. Möchtest du Rötungen, Pickel oder Pigmentflecken kaschieren, wähle einen Farbton, der deiner Haut oder deiner Foundation möglichst genau entspricht.
Wenn du unsicher bist, ob du einen warmen, kühlen oder neutralen Unterton brauchst, schau dir an, wie deine Foundation aussieht, wenn sie perfekt mit deiner Haut verschmilzt. Passt sie sich deiner Haut schön an und wirkt natürlich, ist ihr Unterton der beste Ausgangspunkt für die Wahl deines Concealers. Von dort aus passt du lediglich die Helligkeit an – je nachdem, für welchen Bereich du ihn verwenden möchtest.
Für alle, die online einkaufen und kein Risiko eingehen möchten, ist eine persönliche Farbberatung besonders hilfreich. Eine Marke wie Mineralissima erleichtert die Wahl durch eine Farbberatung und Testmöglichkeiten – denn ein perfekter Match ist weit mehr als nur eine schöne Farbe auf dem Bildschirm.
So bringst du die Farbe wirklich schön zur Geltung
Selbst die richtige Concealer-Farbe kann weniger schön wirken, wenn sie falsch aufgetragen wird. Unter den Augen erzielt eine kleine Menge im inneren Augenwinkel und auf der dunkelsten Stelle meist ein schöneres Ergebnis als ein großes Dreieck aus Concealer. Bei Unreinheiten solltest du das Produkt möglichst gezielt und punktuell auftragen. Lässt du den Concealer kurz antrocknen und klopfst ihn anschließend sanft ein, erzielst du oft eine höhere Deckkraft, als wenn du ihn sofort verreibst.
Verwende auch nicht automatisch überall dasselbe Werkzeug. Ein Fingerspitze erwärmt das Produkt und arbeitet angenehm unter den Augen. Ein kleiner Pinsel oder ein Präzisionsschwämmchen ist oft praktischer rund um die Nase oder auf einem Pickel. Je präziser du arbeitest, desto weniger Concealer brauchst du und desto ruhiger wirkt die Haut.
Wer einmal versteht, was ein Concealer genau tun soll – aufhellen, neutralisieren oder kaschieren – wählt schneller den richtigen Ton und verwendet weniger Produkt. Das fühlt sich nicht nur angenehmer auf der Haut an, sondern sieht auch überzeugend natürlich aus. Und genau das macht einen Concealer wirklich gut: dass man ihn nicht sieht, aber den Unterschied merkt.